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Neuregelung zu Gutscheinen

Individuell beraten

Umsatzsteuerrecht ist ja bekanntlich EU-Recht. Nachdem sich die EU das bislang in den Mitgliedsstaaten unterschiedlich gehandhabte Thema „Umsatzsteuerliche Behandlung von Gutscheinen“ vorgenommen hat, um eine einheitliche Regelung zu schaffen, musste der deutsche Gesetzgeber das Umsatzsteuergesetz diesbezüglich anpassen. Das ist mit Wirkung ab 01.01.2019 geschehen und mündet in zwei neuen Typen von Gutscheinen:

  1. Einzweck-Gutschein  und
  2. Mehrzweck-Gutschein.

Beide sind umsatzsteuerlich unterschiedlich zu behandeln.

Wird ein sog. Einzweck-Gutschein ausgegeben, dann entsteht die Umsatzsteuer bereits bei Ausgabe und nicht erst bei späterer Einlösung. Anders ist dies beim sog. Mehrzweck-Gutschein; hier führt erst die spätere Einlösung zum Entstehen der Umsatzsteuer.

Jetzt lautet natürlich die Gretchenfrage:  Wie grenzt man die beiden Typen voneinander ab ?

Von einem Einzweck-Gutschein spricht man dann, wenn bereits bei Ausgabe des Gutscheins sämtliche, für die Umsatzsteuerentstehung maßgebenden Kriterien feststehen bzw. sich aus dem Gutschein ergeben. Wann das erfüllt ist, ist derzeit noch nicht abschließend beantworten, da das Bundesministerium der Finanzen dazu noch nicht Stellung bezogen hat. Reicht es aus, wenn folgende Kriterien bei Ausgabe des Gutscheins feststehen ?

  • Leistungsort (Inland)
  • Leistungsart
  • Steuersatz

Lässt der Gutschein hingegen offen, was man mit ihm erwerben bzw. welche Dienstleistung man in Anspruch nehmen kann und steht insbesondere nicht fest, ob dafür 7%ige oder 19%ige Ware erworben wird, dann hat man es mit einem Mehrzweck-Gutschein zu tun.

Ihre Aufgabe besteht nun darin, dies in der Kasse unterschiedlich und eindeutig zu erfassen, damit auch eine korrekte Verbuchung und damit eine gesetzeskonforme Umsatzbesteuerung erfolgen kann.

Wir werden Sie über weitere Details unterrichten, wenn es Neuigkeiten, etwa eine Stellungnahme der Finanzverwaltung gibt.

Ggf. setzen Sie sich mit Ihrem Kassenbetreuer in Verbindung, um die zutreffenden Erfassungsmöglichkeiten einzurichten. 

Bei Einzweck-Gutscheinen ist darauf zu achten, dass keine doppelte Umsatzversteuerung erfolgt, nämlich einmal bei Ausgabe und dann bei dessen späterer Einlösung.

Tja, nun dürfen Sie entweder kräftig auf die EU-Bürokraten schimpfen oder Sie setzen sich mit Gelassenheit einfach mit den Neuerungen auseinander… am Ende bleibt ja ohnehin nichts anderes übrig.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an uns.

Dipl. Kfm. Winfried Roos & Sabine Cherubin-Roos Steuerberater, Rechtsänwältin

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Dipl. Kfm. Winfried Roos & Sabine Cherubin-Roos Steuerberater, Rechtsänwältin

Weilburger Straße 3
35745 Herborn-Merkenbach
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Fax +49 2772 9898-98

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